Spirituelles
Aus dem Evangelium nach Lukas

Jesus bittet uns:

Euch, die ihr mir zuhört, sage ich: Liebt eure Feinde; tut denen Gutes, die euch hassen. Segnet die, die euch verfluchen.

Dem, der dich auf die eine Wange schlägt, halt auch die andere hin, und dem, der dir den Mantel wegnimmt, laß auch das Hemd.

Gib jedem, der dich bittet; und wenn dir jemand etwas wegnimmt, verlang es nicht zurück.

Ihr aber sollt eure Feinde lieben und sollt Gutes tun und leihen, auch wo ihr nichts dafür erhoffen könnt. Dann wird euer Lohn groß sein und ihr werdet Söhne des Höchsten sein.

Seid barmherzig, wie es auch euer Vater ist.

Richtet nicht, dann werdet auch ihr nicht gerichtet werden. Verurteilt nicht, dann werdet auch ihr nicht verurteilt werden. Erlaßt einander die Schuld, dann wird auch euch die Schuld erlassen werden.

Gebt, dann wird auch euch gegeben werden. In reichem, vollem, gehäuftem, überfließendem Maß wird man euch beschenken; denn nach dem Maß, mit dem ihr meßt und zuteilt, wird auch euch zugeteilt werden.

Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deiner Kraft und all deinen Gedanken und: Deinen Nächsten sollst du lieben wie dich selbst.

Bittet, dann wird euch gegeben; sucht, dann werdet ihr finden; klopft an, dann wird euch geöffnet. Denn wer bittet, der empfängt; wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird geöffnet.

Fragt nicht, was ihr essen und was ihr trinken sollt, und ängstigt euch nicht! Denn um all das geht es den Heiden in der Welt. Euer Vater weiß, dass ihr das braucht. Euch jedoch muß es um sein Reich gehen; dann wird euch das andere dazugegeben.

Aus den Schriften der Hl. Margareta Maria Alacoque

Kein Wort sprechen, welches andere verletzt.

Öfter sprechen: Mein Gott, ich überlasse mich Dir.

Sich täglich den Herzen Jesu und Mariä weihen.

Bei Erfolg und bei Misserfolg Gott danken und sich nie beunruhigen.

In allem, was auch geschieht, den Frieden des Herzens bewahren.

Alle noch so kleinen Handlungen mit großer Liebe tun.

Oft Akte der Nächstenliebe üben. Den Nächsten mit Geduld ertragen,
ihn entschuldigen, ihn loben, ihm eine Gefälligkeit erweisen.

Die dem Nächsten am meisten Liebe erweist, wird am meisten von
Christus geliebt werden.

Sich darin üben, sich in der Gegenwart Gottes aufzuhalten. Nicht grübeln
oder Regungen der Eigenliebe beachten.

Niemanden missbilligen, anklagen oder verurteilen.